Vorwort

Zum aktuellen Programm

Komm.
Mache den ersten Schritt. Demokratie beginnt mit der Bereitschaft, sich einzubringen – im Gespräch, im Handeln, im Miteinander. Wer kommt, zeigt Interesse. Wer kommt, übernimmt Verantwortung. Als Leitung Ihrer Katholischen Erwachsenenbildung möchte ich Sie einladen unser Programm durchzublättern und bei der einen oder anderen Veranstaltung zu beschließen: Ja, da komme ich dazu!

Erfahre.
Dass Bildung mehr ist als Wissen. Sie ist das Verstehen von Zusammenhängen, das Hinterfragen von Meinungen und das Lernen voneinander. In der Begegnung mit anderen Lebensrealitäten erfahren wir unsere Fähigkeit, empathisch zu denken und demokratisch zu handeln. Treffen wir auf neue Kontakte, so erleben wir unsere Beziehungen in einem anderen Umfeld und wir erfahren neues Gedankengut mit und durch unsere Mitmenschen.

Bereicherung.
Vielfalt ist kein Hindernis, sondern eine Stärke. Jede Begegnung bereichert unseren Horizont. Jede Perspektive fügt ein neues Stück zur Wirklichkeit hinzu. So wird aus Unterschiedlichkeit ein gemeinsamer Gewinn. Demokratie braucht Räume, in denen Menschen sich begegnen können – offen, respektvoll und auf Augenhöhe. Frieden entsteht nicht im Alleingang. Er wächst dort, wo Vertrauen entsteht, wo Dialog möglich ist und wo wir lernen, Konflikte ohne Gewalt zu lösen.

„Demokratie fehlt Begegnung“, so der gleichnamige Buchtitel von Rainald Manthe. Demokratie lebt im Alltag, in Gesprächen, im offenen Blick füreinander. Sie wächst dort, wo Menschen einander begegnen, zuhören, nachfragen und auch dann im Dialog bleiben, wenn es Unterschiede gibt.
Begegnung beginnt mit uns. Mit unserer Bereitschaft den ersten Schritt zu machen. Mit unserem Mut, andere Perspektiven kennenzulernen. Mit unserem Willen, nicht zu urteilen, sondern zu verstehen. Mit unserer Entschlossenheit aufzustehen, besonnen politisch zu handeln, weitschauend zu wählen und damit für Demokratie einzustehen, wenn sie ins Wanken gerät.

In einer Welt, die oft trennt und separiert, schafft Begegnung Verbindung und Verbundenheit. Sie baut Brücken, wo Mauern entstehen könnten. Sie eröffnet Räume für Bildung und für ein friedliches Zusammenleben.

Friede ist kein Zufall. Er ist das Ergebnis von Austausch, Verständnis und gemeinsamer Verantwortung. „Selig, die Frieden stiften“ lautet das Jahresthema 2026 der Hauptabteilung XI der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Bitte beachten Sie die vielfältigen Vorträge unserer Online-Reihe „Frieden im Fokus“.

Zu unserem Programm sind alle Menschen willkommen, unabhängig von Konfessionen und Lebensstilen mit und ohne Einschränkung.

Mit diesen Gedanken lade ich Sie herzlich ein und freue mich, sie bei der ein oder anderen Veranstaltung willkommen heißen zu dürfen.

Auch im Namen des Vorstandes und der Geschäftsstelle der Dekanat Mergentheim grüße ich Sie mit den besten Wünschen,

Beate Herzog
Leitung und Geschäftsführung

Programm August 2026 – Januar 2027

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